31.8.90 einigungsvertrag brd ddr unterschrieben
Nach diesem Vertrag (der nicht mit dem Erstvereinigungsvertrag verwechselt werden sollte, der nur zwischen den beiden deutschen Staaten unterzeichnet wurde) verließen die letzten alliierten Truppen, die noch in Deutschland präsent waren, 1994 gemäß Artikel 4 des Vertrags den 31. Dezember 1994 als Frist für den Abzug der übrigen alliierten Streitkräfte. Der Großteil der russischen Bodentruppen verließ Deutschland am 25. Juni 1994 mit einer Militärparade der 6. Garde-Motorgewehrbrigade in Berlin. Der Abzug der letzten russischen Truppen (die westliche Truppengruppe der russischen Armee) wurde am 31. August 1994 abgeschlossen, und die Veranstaltung wurde von einer militärischen Zeremonie im Treptow-Park in Berlin mit der Anwesenheit des russischen Präsidenten Jelzin und des deutschen Bundeskanzlers Kohl geprägt. [49] Obwohl der Großteil der britischen, amerikanischen und französischen Streitkräfte Deutschland bereits vor dem Abzug der Russen verlassen hatte, fand die Zeremonie zum Abzug der verbliebenen Streitkräfte der westalliierten die letzte statt: am 8. September 1994[50] fand eine Abschiedszeremonie im Innenhof des Schlosses Charlottenburg statt, mit der Anwesenheit des britischen Premierministers John Major. , der amerikanische Außenminister Warren Christopher, der französische Präsident Francois Mitterrand und der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl markierten den Rückzug der britischen, amerikanischen und französischen Besatzungstruppen aus Berlin und die Beendigung der alliierten Besatzung in Deutschland.
[51] So erfolgte die Entfernung der Präsenz der Alliierten wenige Monate vor Ablauf der endk.- Das Grundgesetz bot verfassungsrechtlich zwei Wege für eine Vereinigung. Die erste war die Umsetzung einer neuen gesamtdeutschen Verfassung, die durch ein Volksbegehren geschützt wurde. Eigentlich war dies die ursprüngliche Idee des Grundgesetzes im Jahr 1949: Es wurde ein “Grundgesetz” statt einer “Verfassung” genannt, weil es als vorläufig galt. [57] Der zweite Weg war technischer: die Umsetzung der Verfassung im Osten, mit einem Absatz, der ursprünglich für die westdeutschen Bundesländer im Falle einer internen Neuorganisation wie der Fusion zweier Staaten vorgesehen war. Während diese letztgenannte Option als die praktikabelste gewählt wurde, wurde die erste Option teilweise als Mittel zur Förderung der “inneren Wiedervereinigung” angesehen. [58] [59] Das praktische Ergebnis dieses Modells ist, dass die nun erweiterte Bundesrepublik Deutschland die alten Westdeutschen Sitze bei den Vereinten Nationen, der NATO, den Europäischen Gemeinschaften und anderen internationalen Organisationen geerbt hat.